Was bisher geschah

Bereits im Jahr 2009 zeigte eine erste Standortuntersuchung, welche unterschiedlichen Möglichkeiten zur Umnutzung des Deutzer Hafens bestehen. Sie machte zudem deutlich, dass die Bedeutung des Hafens als industrieller Standort immer weiter zurückging: Sein Anteil am Umschlag aller Kölner Häfen erreichte zu diesem Zeitpunkt nicht einmal mehr fünf Prozent.

Darüber hinaus wurden zum Zeitpunkt der Standortuntersuchung die Hälfte der Flächen nicht mehr industriell genutzt. In Anbetracht der Tatsache, dass die umliegende Wohnbebauung eine Revitalisierung des Hafens aus Lärmschutzgründen nicht möglich machte, wurde die Stadtverwaltung gebeten, gemeinsam mit den Eigentümern und Nutzern des Areals ein zukunftsfähiges Konzept zu entwickeln.

Sechs Jahre danach, im Juni 2015, hat sich der Rat der Stadt Köln auf Grundlage aller bis dahin gesammelte Erkenntnisse in einer Grundsatzentscheidung dafür ausgesprochen, den Hafen zu einem Büro- und Wohnquartier umzugestalten. Dabei soll die Ellmühle erhalten und im neuen Quartier integriert werden. Doch wie soll das neue Kölner Veedel aussehen? Die beste Antwort auf diese Frage gab das Kopenhagener Büro COBE gemeinsam mit seinen Projektpartnern. 

Auf der Grundlage des Entwurfs von COBE (Kopenhagen) wurde schließlich ein Integrierter Plan für den Deutzer Hafen entwickelt, welcher am 1. März 2018 der Öffentlichkeit präsentiert und den politischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt wurde. Dieser dient seither dem Bauleitplanverfahren als Grundlage. Der Rat der Stadt Köln hat daran anknüpfend Beschlüsse über einen städtebaulichen Entwicklungsbereich, zum Änderungsverfahren des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung eines Bebauungsplans gefasst. Ende November 2021 haben die ersten Bauarbeiten auf dem Mühlenareal des Deutzer Hafens begonnen.

Meilensteine

2009
Standortuntersuchung

2013/2014
Machbarkeitsstudie durch ASTOC

2014
Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Planen und Bauen in gesetzlichen Überschwemmungsgebieten

2015
Grundsatzentscheidung des Rats der Stadt Köln zur Umnutzung des Deutzer Hafens

2016    
Kooperatives Werkstattverfahren mit fünf Planungsteams unter intensiver Öffentlichkeitsbeteiligung. Siegerentwurf: Cobe (Kopenhagen)
Auftaktveranstaltung städtebauliches Werkstattverfahren
Zwei Zwischenpräsentationen im Rahmen des städtebaulichen Werkstattverfahrens
Abschlusspräsentation im Rahmen des städtebaulichen Werkstattverfahrens
Kauf der Mühlen- und Hafengrundstücke

2017    
Durchführung vorbereitender Untersuchungen (VU) im Rahmen der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen zur Realisierbarkeit, Eigentümerverhandlungen, Grundstückswertermittlung und weiteren Themen
Zwischenpräsentation der Planungen für den Deutzer Hafen

2017/2018
Erarbeitung des Integrierten Plans durch Cobe (Kopenhagen) unter Beteiligung der Öffentlichkeit

2018
Beschluss der Entwicklungssatzung nach § 165 Abs. 6 Baugesetzbuch (BauG)
Einleitungsbeschluss zur 227. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP)
Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Deutzer Hafen in Köln-Deutz
Präsentation des Integrierten Plans zur Entwicklung des Deutzer Hafens

2019
Machbarkeitsuntersuchung Mühlen durch ASTOC und Anderhalten Architekten
Bürgerveranstaltung: Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit zum B-Plan nach § 3 (1) BauG

2020
Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) zeichnete das Quartier Deutzer Hafen Köln mit einem Vorzertifikat in Platin aus

2021
Brückenwettbewerb KFZ- sowie Rad- und Gehweg-Brücke. Aus den zehn Einreichungen hat eine hochrangig besetzte Jury in einem mehrstufigen Verfahren den Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Mayr Ludescher Partner Beratende Ingenieure PartGmbB / karl und p Gesellschaft von Architekten mbH (München) zum Sieger ernannt.
Informationsveranstaltung „Räume für die Öffentlichkeit“. Die Besichtigung des ansonsten nicht öffentlichen Hafengeländes mit vielen Infostationen und das abendliche Diskussionsformat gaben der Öffentlichkeiten einen vertieften Einblick in die aktuellen Planungen für den Deutzer Hafen.  
Informationsveranstaltung "Räume für die Öffentlichkeit"
Beginn der Rückbauarbeiten an Ell- und Auermühle.