Air Sparging auf der Westseite des Hafenbeckens
Gesundheit und Umweltschutz
Altindustriestandorte wie der Deutzer Hafen bringen häufig Altlasten mit sich. Boden- und Grundwasserverunreinigungen sind somit nicht ungewöhnlich. Wichtig ist: Solange die Flächen, wie im Deutzer Hafen, sorgfältig untersucht und fachgerecht saniert werden, besteht kein Gesundheitsrisiko für Mensch und Natur, weder während der Sanierungsarbeiten noch bei der späteren Nutzung. Die angrenzende Wohnbebauung an den Hafen ist nicht betroffen. Im Gegenteil: Durch die Sanierung wird ein gesundheitlich unbedenkliches Wohnen und Arbeiten sowie ein gesundes Pflanzenwachstum im neuen Quartier erst möglich.
Funktionsweise und Ablauf
Beim Air-Sparging – ein etabliertes Verfahren zur Reinigung von belastetem Grundwasser - wird atmosphärische Luft über eine flächige Anordnung von Druckluft-Injektionslanzen bis an die Basis des Grundwasserleiters eingeblasen. Wichtig: Die Installation der Anlage stellt sicher, dass dabei keinerlei Schadstoffe in die Atmosphäre gelangen können. So wird die Bodenluft über Absaugbrunnen abgesaugt und die Luft über Aktivkohle gereingt, bevor sie in die Atmosphäre gelangt.
Für eine Beurteilung des Erfolgs von Air Sparging erfolgen Untersuchungen des Grundwassers auf spezifische Parameter an deren Entwicklung ein funktionierender mikrobieller Abbau erkannt werden kann. Parallel zum Testbetrieb werden zusätzlich regelmäßig Grundwasserproben entnommen.
Nach Abschluss der Testphase wird untersucht, ob der Schadstoffgehalt erfolgreich reduziert werden konnte. Sollte dies gelingen, kann das Verfahren in Absprache mit dem Umweltamt der Stadt Köln eine durchführbare Option zur Sanierung des Grundwassers sein.
Durchführung
Das Air-Sparging startet Mitte November und wird von der Firma Sensatec GmbH aus Kiel ausgeführt. Auftraggeberin ist die moderne stadt, die neben der Entwicklung Ihrer Baufelder auch als Erschließungsträgerin für den Deutzer Hafen fungiert. Bevor die eigentliche Sanierung starten konnte, waren umfangreiche Vorarbeiten notwendig: Die Flächen mussten geräumt, der Boden auf Kampfmittel untersucht und die Baustelle eingerichtet werden. Anschließend mussten Schächte („Brunnen“) gebohrt und die Anlage installiert werden.
